Hanf

  • Kurzbeschreibung

    Hanf ist eine alte Kulturpflanze. Nach dem Einsatz in der Kleidererzeugung war er vor allem Rohstoff in der Seilerei und der Segelherstellung. Zu losem Stopfmaterial, Matten, Platten oder Schnüren verarbeitet steht eine breite Produktpalette für Wärmedämmung und akustische Maßnahmen wie Trittschalldämmung und Luftschalldämmung zur Verfügung. Cannabinolarme Züchtungen vermeiden die Möglichkeit des Rauschgiftmissbrauches. Aufgrund des langjährigen Anbauverbotes für Hanf, das mit der Rauschgiftthematik legitimiert wurde, dessen Grund aber in der Konkurrenz zu den synthetischen Fasern liegt, sind Anbau und Verarbeitung in Österreich noch von geringer Bedeutung.

Ökologische Bewertung

Sehr gut (28/30 Biobaustoffe.at Öko-Punkte)

  • Herstellung: 6 Punkte - In umweltgerechter Landwirtschaft.
  • Verarbeitung: 5 Punkte - Maßnahmen gegen Absacken notwendig, kein Insektenschutz notwendig..
  • Anwendung: 5 Punkte - Keine gasförmigen Emissionen.
  • Haltbarkeit: 6 Punkte - Sehr gut.
  • Wiederverwendbarkeit: 6 Punkte - Sehr gut.

Technische Details

In Abhängigkeit von der Dichte des hergestellten Produktes liegt das Gewicht zwischen 20 kg/m3 und 50 kg/ m3. Die damit verbundene Wärmeleitfähigkeit beträgt 0,05 W/mK bis 0,055 W/mK. Vertikale und schräge Dämmungen sind gegen Absacken zu schützen. Auf der warmen Seite des Dämmstoffes sind sorgfältig verlegte Dampfbremsen aus imprägnierten Papier anzubringen.

Besonderheit

Hanfkulturen sind anspruchslos, bodenfördernd und ertragreich. Sie tragen zur Erhöhung der regionalen Wertschöpfung, durch Förderung der regionalen Landwirtschaft und Pflege der Kulturlandschaft bei.

Quellennachweis

Haus der Baubiologie, Graz; Dr. Romana Ull; Steiermärkische Landesregierung – Abt. Abfall- und Stoffflusswirtschaft

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